Bibliotheken

Neben den Java-Standardklassen können Klassen, die von Entwicklern in Form einer JAR-Klassenbibliothek zur Verfügung gestellt werden, in BlueJ eingebunden und eingesetzt werden.

Im Folgenden gehen wir als Beispiel davon aus, dass alle Abiturklassen als Bibliothek abi.jar bereitstehen und in BlueJ eingebunden werden sollen. Die beiden folgenden Möglichkeiten stehen zur Wahl:

Variante A: Pfad in den BlueJ-Einstellungen hinterlegen

Rufen Sie in BlueJ die Einstellungen auf. Im Abschnitt Bibliotheken können Sie durch Drücken des Buttons Hinzufügen den Pfad zur Beispielsbibliothek abi.jar hinterlegen. Beim nächsten Start von BlueJ wird die Bibliothek dann automatisch eingeladen.

Wichtiger Hinweis: Verschieben Sie die Datei abi.jar oder ändert sich der Pfad zur Datei (z.B. durch Umstrukturierungen in Ihrem Dateibaum), so wird der hinterlegte Pfad nicht automatisch angepasst. Er muss in diesem Fall neu gesetzt werden.

Vorteil: Die Bibliothek muss auf jedem Rechner nur einmal eingebunden werden und steht danach für alle Projekte zur Verfügung.

Nachteil: Wird ein BlueJ-Projekt von einem Rechner auf einen anderen übertragen (z.B. vom Rechner der Schule auf den Rechner zu Hause), ist die Bibliothek auf dem Zielrechner evtl. nicht vorhanden oder in einer abweichenden Version vorhanden. Sie muss also zusätzlich auf den Zielrechner übertragen und dort analog in BlueJ hinterlegt werden.

Variante B: Bibliothek im +libs/-Projekt-Unterverzeichnis hinterlegen

Erzeugen Sie im Verzeichnis des BlueJ-Projekts, das die Beispielsbibliothek abi.jar benötigt, das Unterverzeichnis +libs/ (Wichtig ist das Pluszeichen zu Beginn!). Kopieren Sie anschließend die Bibliothek abi.jar hinein. Beim nächsten Öffnen des Projekts in BlueJ wird die Bibliothek nun automatisch eingeladen.

Vorteil: Wird ein BlueJ-Projekt von einem Rechner auf einen anderen übertragen (z.B. vom Rechner der Schule auf den Rechner zu Hause), so wird die benötigte Bibliothek automatisch mit übertragen.

Nachteil: Für jedes Projekt, das die Bibliothek benötigt, ist ein eigenes +libs/-Unterverzeichnis nötig. Dadurch ist die Datei abi.jar auf dem Rechner ggf. mehrfach vorhanden, wodurch eine spätere Aktualisierung schwierig wird.

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